LvD 4.0

Lvd wird als "Digitale Schule" ausgezeichnet

Digitale Schule

150 Schulen aus NRW wurden am 30.Oktober 2019 als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. 44 Schulen erhielten das erste Mal die Auszeichnung und 106 Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut mit dem Signet „MINT-freundliche Schule“ geehrt. Die Schulen weisen nach, dass sie 10 von 14 Kriterien im MINT-Bereich erfüllen.

Das LvD wurde 2013 erstmalig als MINT-freundliche Schule zertifiziert, in diesem Jahr erfolgte die Zertifizierung bereits zum dritten Mal in Folge.

 

LvD wird auch "Digitale Schule"

Darüber hinaus wurden 49 Schulen, darunter erstmalig auch das LvD,  als „Digitale Schule“ geehrt. Diesen Schulen wurde es durch einen Kriterienkatalog ermöglicht, eine Standortbestimmung sowie eine Selbsteinschätzung zum Thema „Digitalisierung“ vorzunehmen und Anregungen umzusetzen. Bei einer entsprechenden Profilbildung kann von einer „Digitalen Schule“ gesprochen werden. Der Kriterienkatalog „Digitale Schule“ umfasst fünf Module, die alle von den Schulen nachgewiesen werden:

1. Pädagogik & Lernkulturen
2. Qualifizierung der Lehrkräfte
3. regionale Vernetzung
4. Konzept und Verstetigung
5. Technik und Ausstattung.

Die Module sind orientiert an der KMK-Strategie „Digitale Bildung“ und wurden von Fachexperten und Wissenschaftlern der o.g. Verbände entworfen. Die Ehrung „Digitale Schule“ ist wissenschaftlich basiert, verbandsneutral sowie unabhängig.

Die Ehrung der „MINT-freundlichen Schulen“ in Nordrhein-Westfalen steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK), die Ehrung der „Digitalen Schulen“ steht unter der Schirmherrschaft der Beauftragten der Bundesregierung für Digitalisierung, Staatsministerin Dorothee Bär.

Die Ministerin für Schule und Bildung in NRW, Yvonne Gebauer sagte auf der Verleihung: „Die geehrten Schulen erhalten heute für ihr Engagement im Bereich der MINT-Bildung ein sichtbares Zeichen der Anerkennung. Ein anregender MINT-Unterricht auf der Höhe der Zeit kann aus Schülerinnen und Schüler von Heute Nachwuchs-Forscher oder auch Lehrkräfte für MINT-Fächer von Morgen machen. Den ausgezeichneten Schulen gelingt es, durch gute Konzepte ihre Schülerinnen und Schüler für die spannenden MINT-Fächer zu begeistern.“

„Die ausgezeichneten Schulen öffnen sich stärker und stärker für Informatische Bildung und die Digitalisierung. Sie wollen sich entwickeln und die eigene digitale Transformation vorantreiben. Um Schulen zu motivieren, ihr digitales Profil zu schärfen und informatische Inhalte verstärkt in den Unterricht zu bringen, haben wir die Auszeichnung „Digitale Schule“ ins Leben gerufen. Mit dem Signet wollen wir das Engagement all der Schulleitungen und Lehrkräfte würdigen und bestärken, die sich für eine zeitgemäße Bildung in der digitalen Welt stark machen“, sagt Thomas Sattelberger, Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“.

Prof. Dr. Hannes Federrath, stv. Vorstandsvorsitzender „MINT Zukunft schaffen!“ und Präsident der Gesellschaft für Informatik: „Eine von Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung geprägte Welt bedarf eines umfassenden Bildungsverständnisses, das technische, gesellschaftliche und anwendungsbezogene Perspektiven gleichermaßen miteinbezieht. Die Auszeichnung ‚Digitale Schule‘ reflektiert diesen Ansatz. Wir danken den vielen Bildungsexpertinnen und -experten für die Begutachtung der zahlreichen Bewerbungen. Es ist erfreulich zu sehen, wie viele Lehrkräfte und Schulleitungen mit ihrem Engagement dazu beitragen, das von uns ausgezeichnete Bildungsverständnis zu etablieren.“

Die „MINT-freundlichen Schulen“ werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

Die Partner und somit diejenigen, die die MINT-freundlichen Schulen ehren, sind: BWINF Bundeswettbewerb Informatik, Cisco Systems (Cisco Networking Academies), Deutsche Bahn AG, Deutsche Mathematiker-Vereinigung DMV, Deutsche Telekom Stiftung, Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG, HANDS on TECHNOLOGY e.V. (FIRST LEGO League), Klett MINT GmbH, The Mathworks GmbH, MNU – Deutscher Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V., Technik begeistert e.V. (Organisator der WRO World Robot Olympiad), Wissensfabrik – Unternehmen für Deutschland e. V. Bundesweite Anerkennung erfahren die Schulen mit Ihren MINT-Leistungen von den Verbänden eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. und Bundesverband IT-Mittelstand e.V.

Kurzbeschreibung „MINT Zukunft schaffen“: Die Initiative will Lernenden und Lehrenden in Schulen und Hochschulen sowie Eltern und Unternehmern die vielfältigen Entwicklungsperspektiven, Zukunftsgestaltungen und Praxisbezüge der MINT-Bildung nahe bringen und eine Multiplikationsplattform für alle bereits erfolgreich arbeitenden MINT-Initiativen in Deutschland sein. „MINT Zukunft schaffen“ wirbt für MINT-Studien, MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen und will die Öffentlichkeit über die Dringlichkeit des MINT-Engagements informieren. Vor allem aber will „MINT Zukunft schaffen“ gemeinsam mit seinen Partnern Begeisterung für MINT wecken und über attraktive Berufsmöglichkeiten und Karrierewege in den MINT-Berufen informieren.

 

[Quelle: https://mintzukunftschaffen.de/2019/10/30/ministerin-gebauer-zeichnet-mint-freundliche-schulen-und-digitale-schulen-in-nordrhein-westfalen-aus/ ]

LvD 4.0 - unsere Schritte zur "Digitalen Schule"

Das Luise-von-Duesberg-Gymnasium befindet sich in einem intensiven Prozess der Digitalisierung. Dazu gehört zunächst die weitere Entwicklung der Hardware-Grundlagen:   

  • Bereits 2007 machte die Schule auf Landesebene als erstes kabellos vernetztes Gymnasium Furore. Die damals in einer Kooperation mit Prof. Quade von der Hochschule Niederrhein eingerichtete W-LAN-Struktur wurde im Jahre 2013 noch einmal aufgerüstet. Seit Sommer 2017 können wir auch auf eine leistungsfähige Breitbandverbindung zugreifen. 
  • In zahlreichen Fachräumen befinden sich digitale Präsentationsgeräte. Insgesamt verfügen wir derzeit über 2 interaktive Beamer, 15 fest installierte Beamer, 6 mobile Beamer und 10 Smartboards.
  • Ergänzt wird diese Ausstattung durch 60 Tablets, die wir bereits im Schuljahr 2016/17 als Dauerausleihe im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung erhalten haben.

Doch die Digitalisierung schafft enorm viele Möglichkeiten, den Unterricht auch inhaltlich und methodisch anzureichern. Auch in dieser Hinsicht befinden wir uns in einem intensiven Entwicklungsprozess: 

  • Ein LK Mathematik nutzte seit Beginn des Schuljahres 2016/17 Tablets in Dauerausleihe. Zusammen mit Mathematiksoftware und der Software OneNote erfuhr der Unterricht eine grundlegende Strukturveränderung. Die Erfahrungen dabei waren überwiegend positiv.
  • An einem Fortbildungstag im Frühjahr 2017 beschäftigte sich das Kollegium intensiv mit digitalen Lehrwerken.
  • In einer "Zukunfstwerkstatt" waren Lehrkräfte aller weiterführenden Schulen Kempens im Austausch von Erfahrungen mit Software und Unterrichtsmedien. 

In einer Steuergruppe "LvD 4.0" begleiteten Eltern, Schüler/innen und Lehrkräfte die Schulleitung bei der gezielten Steuerung der Entwicklungsprozesse. Die Vorschläge dieser Sitzungen flossen im November 2017 in die Lehrerkonferenz und Schulkonferenz ein und führten u.a. zu folgenden Vereinbarungen: 

1. Schulinterne Tagesfortbildungen zur Nutzung digitaler Plattformen für Lehrkräfte

2. Die Schüler/innen der Oberstufe dürfen ab 2018/19 grundsätzlich ihre Endgeräte im Unterricht einsetzen. Ein punktuelles Verbot muss die Lehrkraft ausdrücklich aussprechen.

3. Es werden in möglichst vielen Fachräumen Hotspots (mittelsRaspberry Pi oder Router) eingerichtet.

4. Office 365 wird zur Nutzung zu Unterrichtszwecken freigegeben. Dies betrifft nicht die Verarbeitung von personenbezogenen Daten!

5. Die Schulleitung beantragt die FWU-Lizenz bei der Stadt Kempen.

Auch Medienerziehung und kritischer Umgang mit Medien sind in unserem schulprogramm verankert.

Im Schuljahr 2017/18 erhielt das LvD das Zertifikat "Medienscout-Schule", nachdem Lehrkräfte und Schüler/innen die Ausbildung zu Medienscouts durchlaufen hatten. Die Medienscouts beraten Schülerinnen und Schüler bei Fragen zu Datenschutz, Internetsicherheit, Cybermobbing etc. 

Weitere Auskünfte zum Thema  erhalten Sie bei Frau Ditzen (Medienberaterin des Kompetenzteams Krefeld) und Frau Schauerte-Lüke (Medienscouts)

Einen kurzen Überblick bietet auch der Flyer "LvD 4.0"