Rugby in Afrika – Unsere Schüler verbreiten Hoffnung in Afrika

Rugby in Afrika – Unsere Schüler verbreiten Hoffnung in Afrika

22. Oktober 2019
Die Teilnehmer am Afrika-Projekt mit Richard Bennett, dem Gründer der Bhubesi Pride Foundation

In den Sommerferien 2020 werden sich zehn Schülerinnen und Schüler unserer Schule auf den Weg nach Afrika machen, um dort in dem Wohltätigkeitsverband Bhubesi Pride Foundation mit Kindern und Jugendlichen Rugby zu spielen. Die Organisation setzt sich zum Ziel, den Kindern in den ärmsten Regionen durch den Sport Rugby eine Zukunftsperspektive zu bieten.
Vor einigen Wochen besuchte der Gründer dieser Organisation, Richard Bennett, das LvD, um von seiner Organisation zu berichten und die Schüler zu treffen. Der ehemalige Lehrer wuchs selbst in Südafrika auf, wo er mit sehr viel Armut konfrontiert wurde. Als Teenager zog er mit seiner Familie nach Großbritannien. Dort machte er seinen Abschluss und studierte. Afrika war aber nie wirklich aus seinem Herzen verschwunden, weshalb er zurückkehrte und seine Organisation gründete. Diese Organisation setzt sich drei Hauptziele: „Unite, Empower and Inspire“ (Vereinen, Stärken und Inspirieren). Sie möchte Kinder zum Sport Rugby begeistern, Bildungsaktivitäten und Lebenskompetenzen integrieren sowie für ein gesundes Leben und Wohlbefinden aller Altersgruppen sorgen. Es werden Lehrkompetenzen gefördert, sowohl auf dem Rugbyfeld als auch im Klassenraum und Ressourcen bereitgestellt, um zum Programmwachstum beizutragen. Außerdem wird es afrikanischen Trainern ermöglicht, in andere afrikanische Länder zu reisen und dort weitere Menschen auszubilden.
Diese Ziele sind hochgesteckt, aber nicht unerreichbar. Acht Länder werden von Januar bis September von den Freiwilligen und Angestellten der Organisation besucht. Jeweils drei bis vier Wochen verbringen die internationalen Helfer in einem Land. Seit 2011 wurde viel erreicht. Damals begab sich Richard Bennet für sieben Wochen auf eine Reise durch zehn afrikanische Länder und bereitete seine Organisation vor. Im nächsten Jahr folgten ihm einige Freiwillige, über 3000 Kinder in 22 Schulen und 33 örtliche Lehrer wurden trainiert. Mittlerweile sind die Zahlen gestiegen. Über 4000 Kinder, 67 Schulen und 144 örtliche Lehrer nehmen an dem Projekt teil.
Sebastian Peter, der seit einigen Jahren an unserer Schule Sport und Englisch unterrichtet, war 2017 selbst für sechs Monate in Afrika. Dies ist auch der Grund, warum er das Projekt an unserer Schule so begeistert gegründet hat. Er ist mit Herrn Heuser einer der fünf Betreuer, die die Schüler im Sommer begleiten. Diese spielen selbst Rugby, in der von Herrn Peter gegründeten Rugby-AG unserer Schule. Zwei Wochen lang werden die jungen Sportler arme Kinder in Malawi trainieren und diesen zeigen, dass es einen Ausweg aus der Armut gibt. In den letzten Tagen werden sich die Schüler Malawi anschauen. Dort ist eine ganzjährige Hilfsorganisation stationiert, da Malawi eines der ärmsten Länder ist. An sechs Grundschulen und drei weiterführenden Schulen merken die Kinder, nicht nur die afrikanischen, wie wichtig Bildung ist. Richard Bennett weist darauf hin, dass die Europäer sich oft als den "Retter auf dem weißen Pferd" sehen, die den Afrikanern aus der Armut helfen, allerdings können wir sehr viel von ihnen lernen. Das Projekt funktioniert durch beidseitiges Lernen und Teilen.
Außerdem kann das Projekt nur mithilfe vieler Freiwilliger stattfinden. So ist es auch unabhängig von unserem Schulprojekt möglich, von drei bis zu 30 Wochen in den Ferien oder nach dem Abitur die Organisation zu unterstützen. Rugbykenntnisse seien natürlich vorteilhaft, aber das Wichtigste sei die richtige Einstellung und der Wunsch, Kindern zu helfen, erklärt Richard Bennett. Außerdem bringe man den Kindern die einfachsten Pässe bei und es gehe viel mehr um ein Miteinanderspielen, als um eine Profirugbykarriere. Man lerne Rugby also direkt mit den Kindern.

Als Freiwilliger kann man entweder in Malawi bleiben oder mit der Organisation der Route folgen und sich aussuchen, ob man in Kenia, Uganda, Südafrika oder an einer anderen Niederlassung der Organisation einsteigen möchte. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.rugbyinafrica.org zu finden. Natürlich ist es auch möglich, das Projekt durch eine Spende zu unterstützen oder sogar ein bestimmtes Projekt zu finanzieren, und dadurch Partner zu werden. Genauere Optionen sind auch auf der Homepage zu finden.
Da auf unsere Schülerinnen und Schüler, die sich auf den Weg nach Afrika machen, erhebliche Kosten warten, sind auch wir auf Spenden angewiesen. Es ist ein großartiges Projekt, das Herr Peter mit Hilfe anderer Lehrer und Schüler auf die Beine gestellt haben. Sowohl Schüler als auch Lehrer führen dieses Projekt in ihrer Freizeit durch. Es wäre super, wenn zumindest die Ausgaben für das Sportmaterial, die Unterkunft und die Verpflegung durch Spenden gedeckt werden können.
Falls Sie etwas zum Projekt beitragen und privat spenden möchten, würde sich das Team sehr freuen. Das Projektkonto lautet:
IBAN: DE60 3205 0000 0003 2801 87
BIC: SPKRDE33XXX
Die Schule ist stolz auf die Durchführung dieses Projektes, auf diese mutigen Schülerinnen und Schüler und die Organisation der Lehrer und hofft, das Projekt auch noch in Zukunft weiterführen zu können. Wir freuen uns auf tolle Berichte aus Afrika!

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