Kempener Schulchor als Stadtmusikanten unterwegs

Kempener Schulchor als Stadtmusikanten unterwegs

07. Januar 2019
Chorfahrt nach Bremen

Anfang des Jahres starteten die Chöre unserer Schule am 4.Januar die diesjährige Kulturreise nach Bremen. Unter der Leitung von Musiklehrer Stefan Lindner freuten sich 32 Schüler und Schülerinnen des Mittel- und Oberstufenchorss auf ein Wochenende voller Musik, Kultur und Spaß.
Schon auf der Busfahrt wurde fleißig geprobt. Außerdem startete das Mörderspiel, das den Chor durch die Fahrt begleitet. Bei diesem geht es darum bestimmte Personen durch Reichen von Gegenständen zu „töten“. Das führte dann dazu, dass zwischendurch Ausrufe wie „Du bist tot!“ oder „Ich habe Herrn Lindner getötet!“ erklangen.
Nach der Ankunft in Bremen fand bei nicht so schönem Wetter eine Stadtführung statt. Am Dom gestartet, besuchten die Jugendlichen das älteste und besterhaltene Stadtviertel Bremens, das „Schnorrviertel“. Dabei kommt „Schnorr“ nicht von „schnorren“, sondern von „Schnur“. Trotzdem schnorrten sich die Jugendlichen ein paar Süßigkeiten bei der Bremer Süßigkeitenfabrik.
Die Bremer Stadtmusikanten wurden natürlich auch nicht ausgelassen. Doch eigentlich dürften sie gar nicht in Bremen stehen, da sie - laut den Gebrüdern Grimm - niemals in Bremen ankamen. Aber dafür traten die Kempener Chöre an ihre Stelle und trällerten auch mal ein Lied in der Markthalle 8, woraufhin ein Paar ihnen einen 20-Euro Schein zusteckte. Vielleicht überlegen es sich die Schüler doch anders, lassen das Abi fallen und starten als neue Bremer Stadtmusikanten durch.
Nach 90 Minuten im kalten und feuchten Bremen freuten sich alle auf die warme Seniorenresidenz „Sonnenbogen“, in der der erste Auftritt geplant war. Dieser fand in einer Versammlungshalle statt, die von allen drei Stockwerken zu sehen war. So traten die Senioren bei dem ersten Kanon „Jadanduia“ auf ihre Flure und genossen die Musik, die von unten zu ihnen herauf klang.

Die Musikfahrt stand unter dem Thema Musik, so wurden Lieder wie „Thank you for the music“, „As long as I have music“ oder „Sing, sing sing“ gesungen. Nach dem Auftritt bedankte sich die Veranstalterin wortreich und mit einem kleinen Imbiss bei den hungrigen Sängern für die Musik.
Danach checkten die Chöre endlich im Hotel ein und durften den restlichen Abend frei verbringen.
Am nächsten Morgen fand sich der Eine leichter, der Andere schwerer zum Frühstück ein. Kurz darauf startete auch schon die Führung durch den Bremer Dom St. Petri und darauf folgend die Mittagsandacht, die der Chor mit den Liedern „Laudate omnes gentes“, „Viva la Música“ und „Mein Licht geht auf und leuchtet“ begleiten durfte. Der Klang im Dom war einfach unglaublich!
Frisch gestärkt fuhr der Chor zur zweiten Seniorenresidenz, der „Egerstorff Stiftung“. Dort präsentierten die Sängerinnen und Sänger das Programm ein zweites Mal. Da auch das Lied „My way“ von Frank Sinatra auf dem Programm stand, erklärte Herr Lindner zuvor: „Ich hoffe, es hat Ihnen gefallen und wenn nicht, dann haben wir es eben, wie der folgende Liedtext sagt, auf unsere Weise gemacht.“ Doch darauf hob eine ältere Dame aus dem Publikum die Hand und antwortete: „Darf ich Ihnen mal was sagen, ich fand es wunderschön!“ Mit Muffins, Saft und viel Lob bedankte sich auch diese Stiftung.
Am nächsten Tag begleiteten die Chöre noch einen Gottesdienst. Zuvor warnte die Pfarrerin, dass diese Gemeinde sehr "frei" sei und es mit der Bibel nicht ganz so genau nehme. So kamen in der Predigt Ausdrücke wie „tutti-frutti“ vor und die aus dem Paradies vertriebene Eva erklärte persönlich, warum sie den verbotenen Apfel kosten musste. Den Schülern und Schülerinnen hat es aber sehr gut gefallen und auch die Gemeinde bedankte sich beim Chor für die Musikeinlage und fragte, wann er denn das nächste Mal nach Bremen kommt.
Damit endete ein Wochenende voller Musik. Manche kamen etwas heiser, alle aber zufrieden wieder in Kempen an.

Bericht von Hannah Grünebaum (Q1)

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